Schon 7 Tage auf dem stählernen Roß – Deutschland ist nicht klein

Gestern beste Nacht bislang gehabt, konnte mega pennen. Dann um 10:20 losgefahren, wobei ich diesmal keinen Campingplatz in wirklicher Reichweite hatte. War also ein spannender Start :D.

Dann erstmal 1h bergauf, dann 1h durch den reinsten Urwald, einmal ne hlb h in die falsche Richtung gefahren im Urwald (bergab, d.h. einmal voll abgekotzt als ich dies merkte, weil ich wieder hoch musste). Der Urwald kam, weil die Straße laut Navi eigentlich existieren sollte (s. Pic) – sehr geil 🙁 Die Krönung war danach eine Straße, die nur aus den Spuren eines überdimensionalen Bagger bestand, auch bergauf. Doch danach wurds aber besser (zwar ein Sandweg aber immerhin bergab). Und zuletzt kam dann die Belohnung. Ca. 1h bergab auf ner gr. asphaltierten Landstraße Richtung Magdeburg, kerzengerade nach Norden – so musses sein!

18:00 bin ich bei meinem letzten Campingplatz in dieser Woche angekommen. Dieser war am Anfang des Tages eigl. außerhalb meiner eingeschätzten Reichweite, aber da es keine wirklichen Alternativen gab, entschied ich mich um 16:00 rum den zu nehmen. Zuletzt an nem Testgelände vom DLR für unbemannte Flugobjekte vorbeigefahren 😀 Ich hab fast Magdeburg erreicht, das Kaff hier heißt Egeln und hat nen geilen See, in dem ich direkt mal baden war (=> überhimmlisch). Die Rezeption empfahl mir einen anderen Campingplatz zu nehmen, weil an dem hier ne Jugend-Band feiert – sie hatte recht, die Bässe hörte ich schon in 1km Reichweite. Aber da die Leute korrekt scheinen und der Musikgeschmack auch nicht der schlechteste ist, war das für mich kein Grund zu wechseln (dass die dann fälligen 30km ein bestimmter Jemand auch Radeln müsste erhöhte die Motivation den Campingplatz zu wechseln N I C H T). Zudem driftete grad eben hier erstmal einer mit nem Trabbi durchn Sand 😀

Unterm Strich war heut vielleicht der Tag, welcher am meisten reinging und ich zwischenzeitlich dachte, dass in Magdeburg schon mein Zug wartet 😉 . Ich wusste auch gar nicht, warum ich heut so übelst viel schwitzte und Wasser trinken musste, bis ich n Thermometer sah: 33 C° ! Da ich den ganzen Tag fuhr (kl. Pause bei nem Gasthaus ausgenommen) erklärt sichs dann. Am Ende war ich insgesamt knapp 7h auf dem Rad gewesen. 70km waren das heut streckenmäßig. Geht durch. Dadurch, dass ich mich etwas östlich gehalten habe, konnte ich auch den Hartz relativ gut umfahren, aber bin nun etwas weiter von Wedel entfernt. Mein Ziel Salzwedel bleibt. Ich muss später mal schauen, ob ich das morgen schon erreichen kann, sonst übermorgen.

Fazit nach einer Woche auf dem Drahtesel:

Kaum zu glauben, dass die 7 Tage schon um sind. Es kommt mir nicht so lange vor, auch wenn – wie oben angedeutet – heut die Anzahl ausgestoßener “Scheisse” / “Fuck”-Rufe am höchsten von allen Tagen waren. Erstaunlicherweise hatte ich kein einziges mal Regen während der Fahrt o-O (wen habe ich wann bestochen ?!) Nur einmal ne h, aber da war ich schon im Zelt, am Anfang der Fahrt. Warm war es auch immer (wobei die 33 Grad heut hoffentlich schon eher das obere Ende sind für die folgenden Tage. Ich hab nix dagegen, wenn ich am Strand liege, aber bei soner Tour turnt das bissle ab). Auch Gegenwind hatte ich bislang so gut wie gar keinen. Entweder war das jetzt krasses Glück oder das Wetter im Norden ist einfach scheisse 😀 Bis Monatsende nach Hause zu kommen, ist denke ich immer noch machbar, aber da die nächste 7 Tage Regen angesagt sind und im Norden bekanntlich Gegenwind vorkommt, wird nur die Zeit zeigen, ob das was wird. Ich und ihr dürft gespannt sein, was mich auf Teil 2 dieser Tour erwartet, da morgen die zweite Woche beginnt!

Das sollte lt. Navi ne gute Fahrradstrecke sein => Geile Verarsche !
Wie kann man soviele Steine auf einen Weg packen?
Am Ende vom Video gut Aktion!

6 comments

  1. Hier scheint auch noch die Sonne heute bei 29 grad. Aber Hut ab du stemmst ja einige Kilometer. Wieviel hast du jetzt von den 540KM geschafft?

    1. Schön, dass es im Norden auch wärmer wurde.
      Danke schön. 🙂 Ich habs noch nicht ausgerechnet, aber dürften schon an die 300km sein.

  2. Gibts in Salzwedel was spezielles? Ich würde eher über Braunschweig fahren, da haste laut Google weniger Steigung. 😉
    Ansonsten Respekt, hast schon die Hälfte rum!

    1. Danke für den Tipp, allerdings in Niedersachsen als auch in Meck Pomm brauchste nen offiziellen negativen Coronatest für Camping-Zelten. Und in Sachsen-Anhalt erst bei bestimmter Inzidenz (welche noch nicht erreicht ist). Daher will ich so lange wie möglich in S-A bleiben. Und Salzwedel ist so quasi der nordwestlichste Zipfel, daher ist das ein Teilziel.

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