Tag 12 und eine steife Brise aus Nordwest

Wieder gut gepennt und um 10:30 losgefahren Richtung Hitzacker. Da so 11:30 am Hafen angekommen und wieder Elbluft getankt. Hitzacker is auch wieder ganz gut mit Fachwerkhäusern eingedeckt, not bad.
Dann dort die Mini-Fähre genommen, um auf die andere Elbseite zu kommen (nördlich). Die Überfahrt hat weniger als 10 min gedauert, da die Elbe hier deutlich schmaler als in Hamburg ist.

Nun begann eine lange Fahrt am Deich. Das gute vorweg: Alles flach 🙂 Allerdings bin ich offensichtlich schon so nördlich, dass direkt ein ordentlicher Wind pustet. War bis Dannenberg immer windstill. Während der Fahrt wusste ich gar nicht, dass die DDR hier auch noch entlang ging, allerdings ist Boizenburg auch die westlichste Stadt von Meck Pomm und mein Campingplatz für heute ist 5 km südlich davon. Habe ganze drei ehemalige Grenztürme gesehen, wovon einer, zwar schwer erreichbar, aber dafür offen war. Direkt mal abgecheckt, aber ist natürlich nix dolles drin (s. Pics). Dann weiter an der Elbe lang.

Wetter wurde zunehmend schlechter und ich musste mir ne zweite kurze Hose sowie was mit langen Ärmeln anziehn. Der Himmel zog sich zu. Es hat dann ordentlich geweht und auch ne Stunde lang gepisst. War schon ziemlich grenzwertig weiterzufahren, weil es nicht nur Niesel war, aber ich wollte auch ankommen. Als ich dann bei der nächsten Fähre (in Bleckede) ankam, war’s zum Glück wieder einigermaßen trocken. Von dort waren’s noch 8km oder so bis zum heutigen Ziel.

Um 17:00 am Campingplatz angekommen. Wie schon erwähnt liegt der 5 km südlich von Boizenburg und dieser gehört ner netten Holländischen Family. Die nicht schlecht aussehende Tochter hat mir dann meinen Campingplatz gezeigt. Waren dann trotz des Wetters 50 km, die ich heut geradelt bin. War auch Platt bei der Ankunft.

Morgen geht es nach Lauenburg und dann zum nächsten Campingplatz, welcher schon in Hamburg liegt (ganz im Südosten). Wären dann wieder so ca. 50 km. Ich hoffe das Wetter wird besser als heute. Muss zugeben, dass ich mich auch so ganz langsam auf zu Hause freue. Die Campingplätze waren sehr oft voll, und daher ausbaufähig was Erholung angeht. Vermutlich, weil Corona alternative Reisen nicht wirklich zulässt. Aber bin optimistisch, dass auch der Rest der Reise weiterhin ganz gut klappt. Die Möhre jedenfalls hält soweit immer noch durch!!

Kaum auf anderer Elbseite angekommen, schon zieht’s wie Hechtsuppe
Es schlängelt sich – hier würde wohl nicht jeder sein Zelt aufschlagen 😀
An alle Bamberg: So etwa ist der nordische Wind

Leave a comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *